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Glandula submandibularis - Histologie

Die paarige Glandula submandibularis (Unterkieferspeicheldrüse) ist eine der drei großen Speicheldrüsen. Es handelt sich um eine gemischt seromuköse Drüse, mit etwa 80 - 90% serösen Anteilen. Ihr Aufbau besteht aus Drüsenläppchen, die durch interlobuläres Bindegewebe unterbrochen sind.

Aufbau

Die Läppchen des Drüsenparenchyms sind von lockerem kollagenem Bindegewebe umgeben. Vereinzelt finden sich dicht gepackte Zellen univakuolären Fettgewebes.

An seröse bzw. muköse Abschnitte schließen sich Ausführungsgänge, bestehend aus Schaltstücken, Streifenstücken und größere Ausführungsgänge, an.

Glandula submandibularis - Histologie

Glandula submandibularis - Histologie

Schaltstücke nehmen das Sekret aus den Azini, den funktionellen Einheiten der Drüse, auf. Die serösen Azini sind in der Hämatoxylin-Eosin-Färbung dunkel gefärbt und haben ein enges, fast nicht mehr erkennbares Lumen.

Streifenstücke sind größer als Schaltstücke, haben eine Wand aus einem einschichtigen hochprismatischen Epithel und münden in größeren Ausführungsgängen. Typischerweise haben Streifenstücke ein rundes Lumen und die Zellen besitzen eine basale Streifung.

Ausführungsgänge sind von Bindegewebe oder Bindegewebssepten umgeben und besitzen ein weites Lumen sowie ein zweireihiges Epithel.

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Schalt- und Streifenstücke finden sich unterschiedlich häufig. Da die Glandula submandibularis überwiegend serös ist, ist die Anzahl der Anschnitte von Streifenstücken höher. In den überwiegend mukösen Regionen finden sich gemischte Endstücke und seröse Halbmonde (von Ebner-Halbmonde), jedoch relativ wenige Streifenstücke. Rein muköse Endstücke gibt es nicht.

Histologische Differentialdiagnose

Es bestehen deutliche Verwechslungsmöglichkeiten mit der Glandula sublingualis sowie mit der Glandula parotis. Erstere ist jedoch mukoserös mit einer großen Zahl muköser Anteile. Jedoch kann auch die Glandula submandibularis mukoserös erscheinen, wenn sie ungünstig angeschnitten wurde. Die Parotis enthält im Gegensatz zur Submandibularis mehr Schalt- und Streifenstücke, vor allem aber enthält sie zahlreiche Anschnitte des Nervus facialis.

Folgendermaßen können die drei Drüsen differenziert werden:

Ist das Präparat als eine Drüse erkannt worden, sollte nach serösen Anteilen gesucht werden. Erscheinen diese deutlich präsent, kann die Glandula sublingualis eher ausgeschlossen werden.

Werden dann Nervenanschnitte erkannt, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Parotis vor, andernfalls wohl die Glandula submandibularis. Es sollte immer das gesamte Präparat sehr sorgfältig nach mukösen Anteilen durchsucht werden, auch wenn sie zunächst nicht prominent erscheinen.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • R. Lüllmann-Rauch: Taschenatlas Histologie, 3. Auflage, Thieme (2009), S. 352
  • A. Benninghoff, D. Drenckhahn: Anatomie Band 1, 16. Auflage, Urban & Fischer (2003), S. 600 f.

Text, Review, Autor:

  • Andreas Rheinländer
  • Marie Hohensee

Illustration:

  • Glandula submandibularis - Histologie

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