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Platysma

Inhalt

Einführung

Das Platysma ist ein beidseitig angelegter flacher Halsmuskel. Es zählt zur sog. mimischen Muskulatur. Es ist ein oberflächlich verlaufender Muskel und ist im Gegensatz zu anderen Muskeln direkt mit der Haut verbunden.

Aufbau

Das Platysma beginnt in der Gesichtshaut etwas oberhalb der Ansätze des Unterkiefers und zieht dann abwärts an den vorderen Halsseiten hinab über das Schlüsselbein bis in etwa der Höhe der 2. Rippe. Es bedeckt die kompletten beiden vorderen Halsseiten. Durch den direkten Ansatz an die Gesichtshaut kann somit die Mimik des Gesichtes verändert werden (wobei hierfür natürlich noch andere Gesichtsmuskeln verantwortlich sind). Das Platysma gehört – wie alle anderen mimischen Gesichtsmuskeln – zur quer gestreiften Muskulatur.

Das Platysma ist sehr intensiv innerviert – ähnlich wie Zunge und Augenmuskeln. Wird das Platysma verletzt, kann dies entsprechend Störungen der Mimik im Sinne von Muskellähmungen (Maskengesicht) hervorrufen.

Funktion

Das Äquivalent des Platysmas bei Pferden beispielsweise hat sehr viel größere Bedeutung für diese Tiere als für den Menschen. Es dient Pferden dazu Insekten durch Kontraktion des Hautmuskels zu verscheuchen - eine Funktion, auf die der Mensch wohl eher nicht angewiesen ist. Das Platysma verändert die Mimik, welche wiederum für das menschliche Sozialverhalten eine wichtige Rolle spielt. Im Alter, z.B. bei nachlassender Elastizität der Haut, bilden die beiden Innenseiten des Platysmas zwei Längsfalten am Hals.

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Quellen:

  • Benninghoff/Drenckhahn: Anatomie, Band 2, 16. Auflage (2004), S. 525
  • A. Faller/M. Schünke: Der Körper des Menschen, 14. Aufl., Thieme Verlag, S. 202
  • Schwegler S.: Der Mensch - Anatomie und Physiologie, Thieme Verlag, S. 430

Autor: Christopher A. Becker

Illustratoren: 

  • Platysma (ventrale Ansicht) - Yousun Koh 
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