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Hoden - Histologie

Die paarig angelegten Hoden (Testes) sind parenchymatöse Organe mit epithelialen Charakter.

Die Samenkanälchen (Tubuli seminiferi) sind auf mikroskopisch-anatomischer Ebene die Baueinheit des Hodens. Im Epithel der Samenkanälchen werden die Samenzellen gebildet. Im Bindegewebe dazwischen befinden sich endokrine Zellen (Leydig-Zellen), die männliche Geschlechtshormone produzieren.

Aufbau

Der Hoden ist umhüllt von der Tunica vaginalis testis mit einer parietalen (Periorchium) und viszeralen Wand (Epiorchium). Nach außen bedeckt ihn die Tunica albuginea, eine kräftige Bindegewebsschicht mit vielen glatten Muskelzellen.

Im Parenchym zeigen sich die stark gewundene und meist in verschiedene Richtungen angeschnittene Samenkanälchen, dazwischen lockeres bindegewebiges Stroma. Die Samenkanälchen sind mit hohem Keimepithel ausgekleidet, das aus verschiedenen, lichtmikroskopisch voneinander abgrenzbaren, Zelltypen besteht.

Sertoli-Zellen sind nicht germinative Zellen, dienen als Stützzellen und reichen über die gesamte Höhe des Keimepithels. Benachbarte Sertoli-Zellen sind über Tight junctions miteinander verbunden und bilden die Blut-Hoden-Schranke, welche das Keimepithel in ein basales und ein luminales Kompartiment unterteilt.

Diese Trennung ist aus immunologischen Gründen notwendig: Im Keimepithel findet die Spermatogenese statt und die gebildeten Zellen im Spermatozytenstadium sind letztlich nicht mehr genetisch identisch mit den Zellen des Eigners. Da sie auch ihre eigenen Proteine bilden, würden sie somit normalerweise vom Immunsystem als fremd erkannt und bekämpft werden. Die Blut-Hoden-Schranke schirmt die Keimzellen außerdem gegen hydrophile exogene Noxen ab.

Die Sertoli-Zellen sitzen einer Basalmembran auf, der eine dünne Schicht aus glatter Muskulatur (Lamina limitans) folgt. Dem schließt sich lockeres kollagenes Bindegewebe an, in dem die Leydig-Zellen liegen. Sie sind Produzenten männlicher Geschlechtshormone (Sexualhormone), vor allem des Testosterons.

Erkennungsmerkmale

Das Keimepithel enthält Zellen in den verschiedenen Stadien der Spermatogenese. Je fortgeschrittener das Stadium der Entwicklung ist, desto weiter luminal liegen die Zellen.

Nahe der Basalmembran liegen die Spermatogonien, von denen es drei Arten gibt: Stammzellen (Stamm-Spermatogonien) sowie Spermatogonien Typ A und Typ B. Sie sind lichtmikroskopisch nicht gut voneinander unterscheidbar. Der Kern der Spermatogonien ist rund, groß, chromatindicht und eher basal gelegen.

Weiter luminal folgen Spermatozyten vom Typ I, die aus Typ B-Spermatogonien hervorgehen, etwa doppelt so groß sind, deutlich sichtbares Chromatin enthalten und einen großen Kern besitzen. Dem folgen weiter luminal gelegen die kleineren Typ II-Spermatozyten, die einen homogenen Kern besitzen.

Am weitesten luminal liegen dann die Spermatiden, die einen kleinen kugeligen, chromatinreichen Kern besitzen sowie einige an Sertoli-Zellen haftende Spermien. Letztere hängen mit dem Kopf an der Sertoli-Zelle „fest“.

Differentialdiagnose

Hodenpräparate besitzen eine gewisse Ähnlichkeit mit Präparaten verschiedener Drüsen. Keine Drüse enthält jedoch die typische Schichtung von unterschiedlich großen Zellen, die charakteristisch für das Keimepithel sind.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Lüllmann-Rauch, R. (2009). Taschenlehrbuch Histologie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. S. 467 ff.
  • Benninghoff, A., & Drenkhahn, D. (2003). Anatomie - Band 1 (16. Auflage). München: Urban & Fischer. S. 802 ff.

Text, Review, Layout:

  • Andreas Rheinländer
  • Marie Hohensee
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