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Prostata - Histologie

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist ein unpaares parenchymatöses Organ des Mannes mit primär drüsigem Aufbau.

Die ungefähr kastaniengroße Drüse liegt unterhalb der Harnblase und ist von einer Kapsel umgeben.

Sie besteht aus etwa 30 bis 50 tubuloalveolären Einzeldrüsen, die etwa 15 bis 30 Ausführungsgänge  (Ductuli prostatici) besitzen und in die Pars prostatica der Urethra münden.

Erkennungsmerkmale

Die Organkapsel besitzt einen fibroelastischen Charakter. Aufgrund des derben äußeren Bindegewebes und der inneren glatte Muskelzellen ist sie gleichermaßen fest und dennoch mechanisch flexibel.

Das Stroma ist bindegewebig, von vielen glatten Muskelzellen durchsetzt und steht mit der Kapsel in Verbindung, es ist daher fibromuskulär. Die Verteilung der glatten Muskelzellen innerhalb des Stromas folgt keinem bekannten System.

Die Ausstattung mit glatten Muskelzellen dient der Fähigkeit des Organs, das Sekret mit entsprechender mechanischer Kraft in die Urethra zu befördern.

Im Parenchym finden sich Drüsenschläuche mit unterschiedlichen Lumina, die abhängig vom Stand der apokrinen Sekretion sind. Das Epithel ist einschichtig hochprismatisch oder mehrreihig hoch- oder isoprismatisch. Innerhalb des epithelialen Verbundes kommen endokrine Zellen vor, die allerdings lichtmikroskopisch nur bedingt unterscheidbar sind.

Im Lumen der Drüsen finden sich gehäuft Prostatasteine, die aus Sekretbestandteilen und abgeschilferten Epithelzellen bestehen. Zudem ragen Schleimhautfalten in das Lumen , die auch glatte Muskelzellen enthalten können.

Histologische Differentialdiagnose

Es kann vorkommen, dass auf dem Präparat direkt neben der Prostata auch ein Urethra-Anschnitt zu finden ist. Sofern kein Urethra-Anschnitt mit im Präparat ist, kann die Prostata gelegentlich mit einer laktierenden Mamma verwechselt werden.

Dort finden sich jedoch gerade keine glatten Muskelzellen und auch keine Steine.

Klinik

Die benigne Prostatahyperplasie ist eine knotige Proliferation von Drüse und Stroma, die mit einer Größenzunahme des Organs einhergeht. Sie ist nahezu physiologisch und ihre Auftretenswahrscheinlichkeit steigt mit dem Lebensalter deutlich an.

In der histologischen Aufarbeitung finden sich hyperplastische Knoten, die fibrovaskulär, fibromuskulär oder leiomyomatös sind, letzteres ist selten.

Unter den Tumoren der Prostata ist klinisch eigentlich das Prostatakarzinom am bedeutsamsten.
Am häufigsten ist das azinäre Karzinom, dessen Wachstum zu verschiedenen nebeneinander existierenden histologischen Mustern führen kann (pluriformes Karzinom). Neben dem azinären Typ gibt es auch das duktale sowie das Übergangszellkarzinom, beide sind jedoch sehr selten.

Der Bildung eines Karzinoms kann eine prostatische intraepitheliale Neoplasie (PIN) vorausgehen. Bei einer PIN handelt es sich um eine intraduktale Epitheldysplasie der Prostata, die als echte Präkanzerose anzusehen ist. Histologisch finden sich zelluläre Atypien mit vergrößerten Zellkernen und prominentem Nukleolus, das Zytoplasma ist in der Hämatoxylin-Eosin-Färbung auffällig blau (amphophil). Im Gegensatz zum Karzinom sind die Basalzellen bei der PIN noch erhalten.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • R. Lüllmann-Rauch: Taschenatlas Histologie, 3. Auflage, Thieme (2009), S. 482 f.
  • A. Benninghoff, D. Drenckhahn: Anatomie Band 1, 16. Auflage, Urban & Fischer (2003), S. 824 ff.
  • W. Böcker, H. Denk, U. Heitz et al.: Pathologie, 5. Auflage, Urban & Fischer (2012), S. 744 ff.

Text, Review, Layout:

  • Andreas Rheinländer
  • Marie Hohensee
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