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Arteria axillaris

Die Arteria axillaris (Achselarterie) ist die direkte Fortsetzung der A. subclavia distal der Clavicula. Sie versorgt den Oberarm und den Ellenbogen.

Verlauf

Die A. axillaris beginnt kaudal der 1. Rippe und verläuft bis zum unteren Rand des M. pectoralis major bzw. bis zur Sehne des M. latissimus dorsi. Sie liegt zwischen den beiden Zinken der Medianusgabel und steht in enger Nachbarschaft zum Plexus brachialis, v.a. dem N. radialis, N. medianus und N. ulnaris.

Die Fortsetzung der A. axillaris wird nach dem Verlassen der Axilla als A. brachialis bezeichnet.

Kurzfakten zu den Ästen der A. axillaris
A. thoracica superior

versorgt u.a. die Mm. pectorales und den M. serratus anterior

Besonderheit: Kann vollständig durch Rr. pectorales der A. thoracoacrominalis ersetzt sein

A. thoracoacromialis gibt Äste zur Versorgung der Brustmuskeln, der Clavicula, des Acromions und des M. deltoideus ab
A. thoracica lateralis  gibt Äste zur Versorgung der Brustdrüse ab
A. subscapularis

gibt Äste zum M. subscapularis ab

Endäste: A. thoracodorsalis, A. circumflexa scapulae

Aa. circumflexae humeri

= Endäste der A. axillaris

bilden einen Gefäßkranz um das Collum chirurgicum humeri

Äste

A. thoracica superior

Die inkonstante Arterie verläuft zwischen den Brustmuskeln und versorgt u.a. die Mm. pectorales und den M. serratus anterior. Sie kann vollständig durch Rr. pectorales der A. thoracoacrominalis ersetzt sein.

A. thoracoacromialis

Sie entspringt am oberen Rand des M. pectoralis minor und zieht gemeinsam mit der V. cephalica und Nn. pectorales in die Mohrenheim-Grube (Trigonum deltoideopectorale). Sie gibt Äste zur Versorgung der Brustmuskeln, der Clavicula, des Acromions und des M. deltoideus ab.

A. thoracica lateralis

Diese Arterie läuft am Hinterrand des M. pectoralis minor entlang auf dem M. serratus anterior und gibt Äste zur Versorgung der Brustdrüse ab (Rr. mammarii laterales).

A. subscapularis

Dies ist eine kurze, kräftige Arterie. Sie gibt Äste zum M. subscapularis ab und teilt sich in zwei Äste: Die A. thoracodorsalis zieht zum M. latissimus dorsi und versorgt umgebende Muskeln. Die A. circumflexa scapulae ist an der Versorgung des Schulterblatts beteiligt. Hierbei tritt sie durch die mediale Achsellücke und bildet mit der A. suprascapularis (Ast der A. subclavia) die große Schulterblattanastomose (Rete scapulare).

Aa. circumflexae humeri

Die beiden Endäste der A. axillaris bilden einen Gefäßkranz um das Collum chirurgicum humeri, wo sie dem Knochen direkt aufliegen. Nach ihrem Abgang wird die A. axillaris als A. brachialis bezeichnet.

  • A. circumflexa humeri anterior - Dies ist eine sehr dünne Arterie. Sie entspringt dorsal des M. coracobrachialis, schlingt sich ventral um das Collum chirurgicum und versorgt zum Teil den M. deltoideus.
  • A. circumflexa humeri posterior - Sie ist deutlich stärker als die vorherige Arterie und zieht zusammen mit dem N. axillaris durch die viereckige laterale Achsellücke. Sie schlingt sich dorsal um das Collum chirurgicum und versorgt den M. deltoideus, den lateralen und langen Trizepskopf, das Schultergelenk und das subacromiale Gleitlager.

Klinik

Der Puls der A. axillaris kann bei tiefer Palpation in der Achselhöhle getastet werden. Hierfür fühlt man mit den Fingerspitzen hinter der vorderen Achselwand und drückt sanft nach oben und lateral. Bittet man den Patienten den Arm zu adduzieren, kann die Arterie gut zwischen M. pectoralis und M. coracobrachialis gefunden werden.

Durch die großkalibrige Schulterblattanastomose zwischen Ästen der A. axillaris und der A. subclavia (Rete scapulare) besteht ein Umgehungskreislauf, der eine Unterbindung der A. axillaris vor Abgang der A. subscapularis ohne Beeinträchtigung der Blutversorgung des Armes ermöglicht. Eine weitere Anastomose zwischen der A. axillaris und der A. subclavia stellt das Rete acromiale dar. Es bildet sich über Rr. acromiale aus der A. thoracoacrominalis und A. suprascapularis (indirekter Ast der A. subclavia).

Aufgrund der direkten Nachbarschaft zum Knochen sind die beiden Aa. circumflexae humeri bei einem Bruch des Oberarms auf Höhe des Collum chirurgicum stark gefährdet. Mangels Kollateralen darf die A. brachialis zwischen den Abgängen der beiden Aa. circumflexae humeri nicht unterbunden werden.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • F. Anderhuber, J. Fanghändel, F. Pera et al.: Waldeyer Anatomie des Menschen, 17. Auflage, Walter de Gruyter GmbH & Co. KG (2003) S. 722
  • W. Graumann, D. Sasse, L. Landmann et al.: Compact Lehrbuch Anatomie - Sinnessysteme, Haut, ZNS, periphere Leitungsbahnen, Schattauer (2005) S. 561-563
  • G. Aumüller, G. Aust, A. Doll et al.: Duale Reihe Anatomie, 2. überarbeitete Auflage, Georg Thieme Verlag KG (2010) S. 412-414
  • M. Schünke, E.Schulte, U. Schumacher et al.: Prometheus LernAtlas der Anatomie - Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Georg Thieme Verlag (2012), S. 354
  • D. Drenckhahn, J. Waschke: Taschenbuch Anatomie, Urban & Fischer Verlag/Elsevier (2008) S. 54
  • M. Wells: Local and regional anaesthesia in the emergency department, Churchill Livingstone/Elsevier (2010)
  • D. Field, J. O. Hutchinson: Field's anatomy, palpation and surface markings, 5. Auflage, Churchill Livingstone/Elsevier (2013), S. 72

Autor:

  • Laura Jung

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