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Einführung in die Zell- und Gewebearten

Das Wort Histologie stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet Gewebelehre. Es ist das Fachgebiet, das sich mit der Untersuchung von gesunden Zellen und Geweben beschäftigt. Gewebe, Zellen, einzelne Zellbestandteile und extrazelluläre Strukturen werden dazu unter dem Mikroskop betrachtet. Die Histologie umfasst alle Aspekte der Zellbiologie mit Schwerpunkt auf Struktur und Anordnung von Zellen und wie diese die spezifischen Funktionen der Organe ermöglichen.

Die fundierte Kenntnis der histologischen Strukturen im Gesunden, ist unerlässlich für das Verständnis der Histopathologie und der Pathologie jedweder Erkrankung, da diesen häufig besondere Veränderungen der Zellen und Gewebe zugrunde liegen.

Zellen

Zellen sind die Bausteine aller lebenden Organismen. Sie stellen die kleinste Einheit des Körpers dar und enthalten alle grundlegenden Moleküle, die dem Organismus das Leben ermöglichen. Die einfachsten Organismen, wie beispielsweise Bakterien, bestehen aus einer einzigen Zelle. Komplexere Organismen wie der Mensch, jedoch, sind aus einer Vielzahl hoch spezialisierter Zellen aufgebaut.

Zellen erfüllen je nach genetischem Bauplan verschiedene Funktionen. Sie können Energie aufnehmen und verwerten, sind fähig zu unterschiedlichsten chemischen Reaktionen, beteiligen sich an mechanischen Aufgaben und tragen insgesamt zur Aufrechterhaltung der Homöostase bei. Es ist wichtig zu wissen, dass Zellen nur aus der Teilung bereits existierender Zellen entstehen können.

Zytoplasma 

Der Kern ist das größte Organell innerhalb einer jeden Zelle. Er enthält die genetische Information in Form von Desoxyribonukleinsäure (DNA) zusammen mit den Enzymen, die für die DNA-Replikation und die RNA-Transkription notwendig sind. 

Kern

Der Kern ist das größte Organell innerhalb einer jeden Zelle. Er enthält die genetische Information in Form von Desoxyribonukleinsäure (DNA) zusammen mit den Enzymen, die für die DNA-Replikation und die RNA-Transkription notwendig sind. 

Weitere Organellen

Das Zytoplasma enthält außerdem verschiedene weitere Organellen. Man unterteilt sie in jene, die durch eine Membran begrenzt sind und solche, die von keiner Membran umgeben sind. Zu den wichtigsten membrantragenden Organellen gehören das endoplasmatische Retikulum (ER), der Golgi-Apparat (G), die Mitochondrien (M), intrazelluläre Transportvesikel (V) und die Lysosomen (L). Ribosomen, Zytoskelettstrukturen, Zentriolen, Zilien und Flagellen hingegen sind von keiner Membran umschlossen.

Sowohl das Zytoplasma, als auch der Kern haben ihre eigenen spezifischen Aufgaben. Dennoch müssen sie zusammen funktionieren, um die Lebensfähigkeit der Zelle zu gewährleisten.

Gewebe

Gewebe bestehen aus Zellen, die ähnlich aufgebaut sind, ähnliche Aufgaben ausführen und in Verbänden angeordnet sind. Knorpel, Knochen und Muskeln sind Beispiele solcher Gewebe, die aus zusammenarbeitenden Zellverbänden mit ähnlicher Funktion bestehen. Die einzelnen Zellen sind von extrazelluläre Matrix umgeben. Diese besteht aus einer Ansammlung extrazellulärer Moleküle, die von den einzelnen Zellen sezerniert werden. Die extrazelluläre Matrix bietet mechanische Unterstützung, transportiert Nährstoffe und sorgt für den Abtransport von Stoffwechselabbauprodukten.

Organe sind Zusammenschlüsse von Geweben, die gemeinsam bestimmte Funktionen ausführen. Gewebe und Organe können sich zu integrierten funktionellen Systemen zusammenschließen, die wichtige anatomische Einheiten bilden. Ein Beispiel dafür ist der Magen-Darm-Trakt. Innerhalb von Geweben interagieren die unterschiedlichen Zellen miteinander auf verschiedenste Art und Weise und können so unterschiedlichste Funktionen ausüben. Als Beispiele seien hier nur die embryonale Entwicklung, das kontinuierliche Wachstum und die Reparatur von Verletzungen und Gewebeschädigungen genannt.

Die Zellen kontrollieren außerdem die Gewebe- und Organfunktion und die Aufrechterhaltung ihrer jeweiligen strukturellen und metabolischen Einheiten. Interzelluläre Verbindungen dienen als Kanäle für den Informationsaustausch zwischen den Zellen. Die Kommunikation kann so in Form von elektrischen Impulsen oder chemischen Botenstoffen erfolgen. Innerhalb eines Gewebes werden zelluläre Funktionen durch eine Vielzahl von lokalen chemischen Mediatoren oder durch direkten Kontakt zwischen den Zellen vermittelt.

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