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”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Anatomie der Hand

Hand (Manus) - dorsale Ansicht

Die Hand des Menschen ist eine faszinierende Struktur. Auf der einen Seite kann eine Hand stark genug sein, einen Kletterer am Berg festzuhalten. Auf der anderen Seite können mit der Hand kleinste Objekte präzise bewegt werden und manche Menschen weisen eine bewundernswerte Fingerfertigkeit auf. 

Die Hand selbst besteht aus vielen kleinen Knochen, an denen wiederum zahlreiche Muskeln ansetzen. Außerdem befinden sich in diesem Bereich sehr viele Gefäße und Nerven, die die Hand mit Blut versorgen und sie innervieren. Die Muskeln der Hand selbst sind interessanterweise nur teilweise an den Bewegungen der Finger und der Hand beteiligt. Es sind vielmehr die Muskeln des Unterarms, die mit ihren langen Sehnen in die Hand einstrahlen und an Handwurzel- und Fingerknochen ansetzen. Sie sind hauptverantwortlich für die Bewegungen die im Handgelenk und den Fingergelenken durchgeführt werden können. 

Um den Aufbau und die Funktionen der Hand so richtig verstehen zu können, musst du die Anatomie gut im Griff (Wortspiel ist an dieser Stelle beabsichtigt) haben. Auf dieser Seite werden wir uns die Anatomie der Hand strukturiert anschauen. 
 

Handknochen

Die Knochen der Hand können in drei Gruppen aufgeteilt werden:

  • Handwurzelknochen (Ossa carpi)
  • Mittelhandknochen (Ossa metacarpi)
  • Fingerknochen (Phalangen)

Schau dir das folgende Video an und lerne alles Wichtige zu den Handknochen:

Bänder und Knochen der Hand

Jede dieser Gruppen von Handknochen ist für sich genommen selbstverständlich wichtig. Aber die Handwurzelknochen sind besonders interessant und stechen hervor, weil sie mit ihren zwei Reihen zum komplexen Aufbau des Handgelenks beitragen. Aber es wird später noch etwas genauer um das Handgelenk gehen.

In der Zwischenzeit empfehle ich dir folgendes Training zu den Handwurzelknochen. Sie sind nämlich nicht nur extrem wichtig sondern leider auch schwierig sich zu merken. Aber mit etwas Übung schaffst du das!

Handwurzelknochen

Handmuskeln

Die Muskeln der Hand fasst man in fünf Gruppen zusammen:

  • Thenarmuskulatur
  • Hypothenarmuskulatur
  • Musculi lumbricales
  • Musculi interossei palmares
  • Musculi interossei dorsales

Die Thenarmuskulatur setzt sich aus vier einzelnen Muskeln zusammen; sie sind gut sichtbar und tastbar auf der radialen Seite der Handfläche, dort wo sich die Basis des Daumens befindet. An dieser Stelle bildet die Thenarmuskulatur einen Muskelwulst, den man auch den Thenar, oder Daumenballen, nennt. Zu ihnen gehören der Musculus abductor pollicis brevis, der Musculus adductor pollicis, der Musculus flexor pollicis brevis und der Musculus opponens pollicis.

Thenarmuskulatur
Musculus abductor pollicis brevis Ursprung: Os scaphoideum und Os trapezium; Retinaculum flexorum
Ansatz: Basis phalangis proximalis I, radialis Sesambein
Innervation: Nervus medianus
Funktion: Daumenabduktion (im Daumensattelgelenk)
Musculus adductor pollicis Ursprung: palmare Basis ossis metacarpi III (Caput transversum), Os capitatum und palmare Basis ossis metacarpi II-III (Caput obliquum)
Ansatz: Basis phalangis proximalis I, ulnares Sesambein
Innervation: tiefer Ast des Nervus ulnaris
Funktion: Daumenadduktion (im Daumensattelgelenk)
Musculus flexor pollicis brevis Ursprung: Retinaculum flexorum, Os trapezium (Caput superficiale); Os trapezium und Os capitatum (Caput profundum)
Ansatz: radiales Sesambein und Basis phalangis proximalis I (Caput superficiale und Caput profundum), radiales Sesambein (Caput profundum)
Innervation: Nervus medianus und Nervus ulnaris
Funktion: Daumenflexion (im Daumensattelgelenk)
Musculus opponens pollicis Ursprung: Retinaculum flexorum, Os trapezium
Ansatz: Os metacarpale I
Innervation: Nervus medianus
Funktion: Daumenflexion, -abduktion und –innenrotation; als kombinierte Bewegung nennt man diese Daumenopposition (im Daumensattelgelenk)

Die Thenarmuskulatur ist in der Lage, den Daumen in diverse Richtungen zu bewegen. Daraus resultieren Bewegungen wie die Abduktion, Adduktion, die Flexion oder die Opposition. In diesem Video kannst du dir diese Muskeln noch einmal genauer anschauen:

Thenarmuskulatur

Auf der Handfläche gibt es neben dem Thenar aber noch einen weiteren Muskelwulst auf der ulnaren Seite. Auch er ist gut zu erkennen, leicht zu ertasten und liegt an der Basis des kleinen Fingers. Deshalb nennt man diesen Wulst auch Kleinfingerballen, oder Hypothenar. Der Hypothenar wird ebenfalls von vier Muskeln gebildet, der Hypothenarmuskulatur: Dazu gehört der Musculus abductor digiti minimi, der Musculus flexor digiti minimi brevis, der Musculus opponens digiti minimi und der Musculus palmaris brevis. Sie alle bewegen den kleinen Finger durch Abduktion, Flexion und Opposition. 

Die anderen drei Gruppen von Handmuskeln sind die Musculi lumbricales, die Musculi interossei dorsales und die Musculi interossei palmares. Sie alle befinden sich tief in der Hand und werden häufig unter dem Begriff Mittelhandmuskulatur zusammengefasst. Teilweise wirken sie gemeinsam an einzelnen Phalangen der Finger und bewirken dort sowohl Extension als auch Flexion, Abduktion und Adduktion, je nachdem um welche Phalanx es geht.

In den folgenden beiden Videos kannst du noch einmal genauer nachschauen, wie die einzelnen Muskeln funktionieren:

Hypothenarmuskulatur
Muskeln der Mittelhand

Hand - Gefäßversorgung und Innervation

Nerven der Hand

Die Nerven, die die Handmuskulatur innervieren, entspringen aus einem Nervengeflecht einige Etagen weiter oben: dem Plexus brachialis. Der Plexus brachialis wird von mehreren Rami anteriores der Spinalnerven der Rückenmarkssegmente C5 bis C8 und Th1 gebildet. 

Die für die Hand wichtigen Nerven des Plexus brachialis sind der Nervus radialis, der Nervus medianus und der Nervus ulnaris. Der Nervus radialis innerviert die Hand lediglich sensibel. Dabei beschränkt sich sein sensibles Innervationsgebiet auf die Außenseite des Daumens. Im Gegensatz dazu innervieren die anderen beiden Nerven die Handmuskulatur motorisch. Der Nervus medianus innerviert vor allem die Thenarmuskulatur. Der Nervus ulnaris dagegen innerviert die Muskeln des Hypothenar und andere Muskeln in der Hand.

Im Folgenden siehst du eine Auflistung der wichtigsten Nervenäste dieser beiden Nerven:

  • Nervus medianus
  1. Nervi digitales palmares communes
  2. Nervi digitales proprii 
  • Nervus ulnaris
  1. Ramus superficialis
  2. Ramus profundus
  3. Ramus dorsalis

Um dein Wissen zu der Innervation der Hand noch zu vertiefen, empfehle ich dir das folgende Video und die beiden Artikel. Dabei wird es auch nochmal genauer um den Plexus brachialis gehen.

Plexus brachialis
Nervus medianus
Nervus ulnaris

Arterien & Venen der Hand

Die Hand ist die distalste Struktur der oberen Extremitäten. Aus diesem Grund findet man in der Hand einige Anastomosen, die dort ein komplexes Netzwerk von Gefäßen bilden. Die Arterien der Hand kommen alle ursprünglich aus den zwei großen Gefäßen des Unterarms: der Arteria radialis und der Arteria ulnaris. Wie ihr Name ja schon verrät, verläuft die eine auf der radialen und die andere auf der ulnaren Seite des Unterarms vom Ellenbogen bis zur Hand.

Arteria radialis
Arteria ulnaris

Die Arteria radialis und die Arteria ulnaris geben zusammen folgende arterielle Äste an die Hand ab: 

  • Arcus palmaris superficialis 
  • Arcus palmaris profundus
  • Arteriae digitales palmares communes
  • Arteriae digitales palmares propriae
  • Rete carpale dorsale
  • Arteriae metacarpales dorsales
  • Arteriae digitales dorsales
  • Arteria princeps pollicis
Gefäße und Nerven der Hand

Die Venen der Hand verlaufen ähnlich wie die Arterien. Hast du einmal die arterielle Versorgung der Hand verstanden, dann ist der Verlauf der Venen kein Problem mehr für dich. In dem letzten Video gibt es auch einen Beitrag zu den Venen der Hand. 

Die Venen der Hand fließen ihrerseits dann entweder in die Vena radialis oder die Vena ulnaris. 

Zu den Venen der Hand gehören die Folgenden:

  • Arcus venosus palmaris superficialis
  • Arcus venosus palmaris profundus
  • Rete venosum dorsale
  • Venae digitales palmares
  • Venae metacarpales palmares

Anatomie des Handgelenks

Die Anatomie der Hand hättest du nur zur Hälfte verstanden, wenn du das Handgelenk auslassen würdest. Der Aufbau des Handgelenks ist sehr komplex. Es hält die gesamte Hand zusammen und stellt außerdem eine stabile Verbindung zum Radius und der Ulna her. Dabei bleibt stets eine gewisse Flexibilität erhalten, die die Bewegungen der Hand ermöglicht.


Zu den Bewegungen, die im Handgelenk durchgeführt werden, zählen eine Flexion und eine Extension und darüber hinaus eine Abduktion und eine Adduktion der Hand. Außerdem garantiert der Aufbau des Handgelenks einen - im wahrsten Sinne des Wortes - reibungslosen Sehnenverlauf der Unterarmmuskeln. Hinzu kommen die Gefäße, die im Bereich des Handgelenks in die Hand hinein verlaufen.
 

Distales Handgelenk
Proximales Handgelenk

Videotutorials zur Anatomie der Hand

Knochen und Bänder der Hand
Mittelhandmuskeln
Muskeln der Hand
Gefäße und Nerven der Hand
Hypothenarmuskulatur
Thenarmuskulatur
Nervus medianus

Trainings zur Anatomie der Hand

Knochen der Hand
Handwurzelknochen
Metakarpalknochen
Fingerknochen
Kurze Handmuskeln
Nerven und Blutgefäße der Hand
Individuelles Training zur Anatomie der Hand

Individuelles Training:

Benutzerdefinierte Trainings ermöglichen es dir, dein Wissen zur Hand-Anatomie und zur Anatomie des Handgelenks individuell zu testen. Du kannst dabei dein Training speziell auf die Knochen, die Muskeln (mitsamt aller Ansatzpunkte, Innervation und Funktion), die Arterien und Venen oder die Nerven begrenzen. Du kannst aber auch mehrere oder alle Themen zur Hand-Anatomie gleichzeitig trainieren. Probier es aus! Es lohnt sich!
 

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Quellen anzeigen

Article and Review:

  • Nicola McLaren
  • Jana Vaskovic

Translation; Review and Layout:

  • Marc Missmahl
  • Claudia Bednarek

Illustrations:

  • Hand - dorsale Ansicht - Johannes Reiß
© Sofern nicht anders angegeben, sind alle Inhalte, inklusive der Illustrationen, ausschließliches Eigentum der kenHub GmbH. Sie sind durch deutsches und internationales Urheberrecht geschützt. Alle Rechte vorbehalten.

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