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Becken

Das Becken verbindet den Rumpf mit der unteren Extremität. Genauer gesagt schließt es sich kaudal dem Abdomen an. Sein knöchernes Gerüst wird durch die Beckenknochen gebildet, die gelenkig mit dem unteren, unbeweglichen Teil der Wirbelsäule in Verbindung stehen. Ventral wird das Becken von der unteren Bauchwand, dorsal von der Glutealregion und kaudal durch das Perineum begrenzt.

Das menschliche Becken wird in das große und das kleine Becken unterteilt.

Abschnitte

Das große Becken wird als Teil des Abdomens betrachtet. Es stellt den oberen Beckenabschnitt dar und liegt oberhalb der Beckeneingangslinie (Linea terminalis) zwischen den Darmbeinschaufeln. Das kleine Becken befindet sich unterhalb der Beckeneingangslinie und steht mit dem Kreuz- und dem Steißbein in Verbindung.

Das Becken besitzt sowohl einen Beckeneingang, der in die Beckenhöhle führt, als auch einen Beckenausgang, der sich an dessen kaudalen Ende befindet. Die vom kleinen Becken umgebene Beckenhöhle geht nach kranial in die Bauchhöhle über. Sie beherbergt die Blase, das Sigmoid, das Rektum, den Analkanal und die meisten männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane.

Das Perineum liegt unterhalb des Beckenbodens und bildet mit seinen Begrenzungen den Beckenausgang. Es enthält die äußeren Genitalien und die äußeren Austrittsöffnungen des Urogenitaltraktes und des Darmkanals.

Knochen

Das knöcherne Gerüst des Beckens besteht aus den beiden Beckenknochen, dem Kreuzbein und dem Steißbein. Die Beckenknochen sind unregelmäßig geformt und bestehen jeweils aus drei miteinander verschmolzenen Knochen: dem Os ilium, dem Os pubis und dem Os ischium.

Bei Neugeborenen und Kindern sind diese Knochen noch über Knorpel miteinander verbunden, die die napfförmige Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) an der lateralen Seite des Beckenknochens umgeben. Zusammen mit dem Oberschenkelknochen bildet sie das Hüftgelenk (Articulatio coxae). Zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr verknöchern die Ossa ilium, pubis und ischium miteinander.

Die Beckenknochen stehen nach dorsal mit dem Kreuzbein in Verbindung, mit dem sie gemeinsam die Iliosakralgelenke bilden. Ventral artikulieren die Beckenknochen an der Schambeinfuge (Symphysis pubica) miteinander. Das Kreuzbein entsteht durch die Verschmelzung der fünf Kreuzbeinwirbel und hat die Form eines umgekehrten Dreiecks. Seine Basis geht eine gelenkige Verbindung mit dem fünften Lendenwirbel (L5) ein, während seine Spitze mit dem Steißbein verbunden ist.

Das Steißbein ist der kleine endständige Teil der Wirbelsäule. Es besteht aus den miteinander verschmolzenen Steißbeinwirbeln und setzt sich in der umgekehrten Dreiecksform des Kreuzbeins fort.

Muskeln

Die Beckenregion beherbergt eine Vielzahl von Muskeln, die der Übersicht halber in verschiedene Systeme eingeteilt werden können: Die flachen Musculi obturator internus und piriformis bilden die lateralen Wände der Beckenhöhle. Die Beckenbodenmuskulatur umfasst das Diaphragma pelvis, das Diaphragma urogenitale und die Schwellkörper- und Schließmuskelschicht. Das Diaphragma pelvis selbst setzt sich aus dem Musculus levator ani und dem Musculus coccygeus zusammen.

Der Beckenboden ist die bindegewebig-muskulöse Schicht, durch welche die Beckenhöhle vom darunter liegenden Perineum getrennt wird.

Gefäß- und Nervenversorgung

Becken und Perineum werden von der beidseitig angelegten Arteria iliaca interna mit Blut versorgt. Diese entstammt der A. iliaca communis, die sich in inneren (A. iliaca interna) und äußeren Ast (A. iliaca externa) aufgabelt. Die Arteria testicularis bzw. ovarica, die Arteria sacralis mediana und die Arteria rectalis superior tragen ebenfalls zur arteriellen Versorgung des Beckens bei. Die venöse Drainage erfolgt entsprechend den Beckenarterien.

Die sakralen und kokzygealen Nervengeflechte sorgen für die Innervation der Beckenmuskulatur.

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