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Terminologie

Terminology

Das Fach Anatomie

Die Anatomie ist eine Wissenschaft, die sich mit der Struktur und dem Aufbau des Körpers sowie den Zusammenhängen seiner einzelnen Bestandteile auseinandersetzt. Das Wort selbst stammt vom griechischen Wort „temnein“, das so viel bedeutet wie „schneiden“. Die Lehre der Anatomie beinhaltet die makroskopischen, mit bloßem Auge erkennbaren, und die mikroskopischen Strukturen, die wiederum nur mit Hilfe eines Mikroskops erkennbar sind. Zur makroskopischen Anatomie zählen neben der Oberflächenanatomie auch die Neuroanatomie, die endoskopische und die bildgebenden Anatomie. Wenn man allgemein von „Anatomie“ spricht, ist damit meist die makroskopische Anatomie gemeint. Möchte man hingegen über die mikroskopische Anatomie sprechen, verwendet man dafür eher die Begriffe der Histologie oder Gewebelehre.

Kenntnisse der Anatomie und damit über den Aufbau des Körpers bilden die Grundlage des Medizinstudiums und verwandter Berufsfelder, die sich mit der Behandlung von Patienten befassen. Sie helfen uns dabei, Krankheiten zu verstehen und erleichtern damit ihre Behandlung. Ziel des Studiums der Anatomie ist es, Untersuchungsbefunde des klinischen Alltags einem organischen Korrelat möglichst exakt zuordnen zu können. Dazu ist sowohl ein gutes Beobachtungs- und räumliches Vorstellungsvermögen, als auch die Fähigkeit, sich die zahlreichen anatomischen Strukturen und Begriffe zu merken, erforderlich. Den aktuellen internationalen Standard der humanen anatomischen Terminologie bildet übrigens die ‘Terminologica Anatomica’ (TA), welche 1998 die bis dahin gültige 'Nomina anatomica' von 1955 abgelöst hat.

Anatomische Terminologie

Nahezu alle Begriffe der Anatomie entstammen der lateinischen und der antiken griechischen Sprache. Heute werden jedoch auch einige Wörter in der eigenen Sprache verwendet. 

Die Struktur von anatomischen Begriffen

Die anatomischen Begriffe bestehen meist aus einem Wortstamm, einer Vorsilbe (das Präfix) und einer Nachsilbe (das Suffix). Die Wortstämme bezeichnen meist ein Organ, ein Gewebe oder einen Zustand unseres Körpers. Die Vor- und Nachsilben dienen dazu, den Wortstamm genauer zu charakterisieren. Im Gegensatz zur Umgangssprache ist die anatomische Terminologie meist viel präziser. Sie umfasst eine Vielzahl komplexer und hoch spezialisierter Vokabeln, die eine unmissverständliche Beschreibung von über 7000 makroskopischen anatomischen Strukturen ermöglicht.

Von der Nutzung der anatomischen Terminologie erhoffen sich Anatomen weltweit eine einheitliche, unmissverständliche Kommunikation zwischen Ärzten, Wissenschaftlern und anderem medizinischen Personal. Dabei sollen vor allem Behandlungsfehler und Ungenauigkeiten im Bereich der medizinischen Versorgung, aber auch in der Forschung und Lehre minimiert werden. Anatomische Begriffe liefern Informationen über die Lage, die Funktion, die Form oder die Größe einer Struktur und manchmal sogar über die Ähnlichkeit zu einer anderen Struktur.

Zum anatomischen Basiswissen zählen Kenntnisse über die anatomische Grundstellung, Körperachsen und Körperebenen. Außerdem ein grundlegendes Vokabular zur Beschreibung von Lage, Ausrichtung und Beziehung der Organe unter- beziehungsweise zueinander. Um weltweit eine einheitliche Verständigung zu gewährleisten, beziehen sich alle anatomischen Begriffe zur Lagebeschreibung eines Organs auf einen Körper, der sich in der sogenannten Neutral-Null-Stellung befindet. Der Mensch befindet sich in dieser anatomischen Grundposition wenn er aufrecht steht, mit neutralem Gesichtsausdruck nach vorne schaut und die Arme locker an der Seite hängen. Die Handflächen weisen nach vorne und somit die Daumen zur Seite. Die Füße stehen eng nebeneinander mit den Zehen gerade nach vorne.

Zur räumlichen Beschreibung des Körpers bezieht man sich in der Anatomie auf eine von vier Körperebenen: die Medianebene, die Frontalebene, die Sagittalebene oder die Transversalebene. Als Körperebene bezeichnet man eine Schnittfläche durch den Körper, die einer bestimmten Richtung folgt und damit einen Einblick auf die inneren Strukturen aus einem bestimmten Winkel gewährt. Weiterhin gibt es ein großes grundlegendes Vokabular für Lage-, Richtungs- und Bewegungsbezeichnungen. Diese Begriffe werden sowohl zur Beschreibung einzelner Organe, als auch zum Vergleich mehrerer Organe miteinander benötigt und existieren als einander gegensätzliche Paare. So zum Beispiel die Wortpaare: anterior-posterior, medial-lateral, superior-inferior, proximal-distal und kranial-kaudal. Zum weiteren Basiswissen zählen Kenntnisse über die verschiedenen Körperregionen, Bauchquadranten, Muskeln, Gelenke und ihre Bewegungsumfänge, Faszien, funktionelle Zustände und anatomische Variationen.

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