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Abdomen

Das Abdomen beschreibt die Körperregion zwischen Thorax und Becken, die sich vom Zwerchfell bis zum oberen Beckenrand erstreckt. Das Studieren der Schnittbildanatomie dieser Region gibt uns ein visuelles Medium, das uns dabei hilft, ihren Aufbau eingehend und nachhaltig zu verstehen. Schnittbilder erlauben eine einzigartige Sicht auf die Lage, Größe und Form der Strukturen sowie ihren Beziehungen zueinander in der Bauchhöhle.

Anatomie des Abdomens

Das Knochengerüst des Abdomens besteht aus den fünf Lendenwirbeln zusammen mit ihren jeweils dazwischenliegenden Bandscheiben sowie den unteren sechs Rippen und ihren Knorpeln, welche ebenfalls Teil der Thoraxwand sind. Im Abdomen findet man je nach Höhe des Querschnittes eine Vielfalt an Muskeln. Ventral befinden sich drei flache Skelettmuskeln (Musculi transversus abdominis, obliquus internus und obliquus externus) und eine vertikale Muskelebene (Musculus rectus abdominis und pyramidalis). Auf der Rückseite stellen die Musculi quadratus lumborum, psoas major, erector spinae und latissimus dorsi die Hauptmuskeln dar.

Im Querschnitt des Abdomens sind eine Reihe von Bauchorganen sichtbar. Dazu gehören Organe des Verdauungstrakts (Magen, Dickdarm, Dünndarm) sowie andere (Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz, zwei Nieren und zwei Nebennieren).

Nerven und Gefäße

Die Arterien in der Bauchregion beinhalten die Bauchaorta mit ihren Abzweigungen, welche in ventrale, laterale und dorsale Äste unterteilt werden. Die ventralen und lateralen Äste verlaufen zu den Bauchorganen, während die hinteren Rumpfwand, Wirbelsäule, Wirbelkanal und seinen Inhalt versorgen. Die Bauchaorta teilt sich dann im weiteren Verlauf in eine linke und rechte Arteria iliaca communis. Die ventrale Gruppe beinhaltet den Truncus coeliacus und die Arteriae mesentericae superior und inferior. Zur lateralen Gruppe zählen die Arteriae suprarenales, Nieren- und Gonadenarterien. Die dorsale Gruppe beinhaltet die Arteria phrenica inferior, lumbalis und sacralis medialis. Das venöse Blut der Region wird größtenteils über gleichnamige Venen in die untere Hohlvene abgeleitet.

Die Nerven des Abdomens gehören zum autonomen Nervensystem und entspringen aus den Nervi splanchnici und dem Nervus vagus (10. Hirnnerv). Sie erreichen die Bauchorgane über den Plexus lumbalis und anderen Nervengeflechten (Plexus aorticus, coeliacus, hepaticus, renalis, mesentericus und hypogastricus).

Klinische Bezüge:

Die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) sind moderne Schnittbildverfahren, die es erlauben, krankhafte Prozesse im Abdomen zu beurteilen. Beide beruhen auf der Analyse von Querschnittbildern der komplexen Anatomie des Körpers. Die abgebildeten Strukturen können in verschiedene Ebenen reproduziert und in dreidimensionale Bilder umgewandelt werden. Die CT und MRT spielen im klinischen Alltag eine große Rolle und helfen bei der Diagnostik verschiedenster Baucherkrankungen wie Infektionen (z.B. Appendizitis, Pyelonephritis), chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Tumorerkrankungen der verschiedenen Bauchorgane, Nieren- und Gallenblasensteinen, Aneurysmen, Schwellungen und Blutungen infolge eines Traumas. CT und MRT-Bilder können darüber hinaus zur Steuerung von Biopsien und operativen Eingriffen, sowie zum Monitoring der Effektivität einer Therapie (z.B. Chemotherapie) eingesetzt werden.

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