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Kopf & Hals

Head and neck 1

Der Kopf und Hals sind zwei hochkomplexe Regionen des Körpers. Da sie sich in unmittelbarer topographischer Beziehung zueinander befinden, sind ihre Strukturen eng miteinander verknüpft. Die Betrachtung von Schnittbildern dieser Region erleichtert das Verständnis ihres strukturellen Aufbaus. Außerdem ermöglicht sie eine eindeutige Zuordnung der Lage, Größe, Form und Beziehungen der jeweiligen Strukturen des Kopfes und Halses.


Kopf

Das knöcherne Gerüst des Kopfes besteht aus den Schädelknochen und dem Unterkiefer. Der Schädel schützt das Gehirn und besteht aus mehreren miteinander verschmolzenen knöchernen Strukturen. Der Unterkiefer bildet den unteren, beweglichen Anteil des Kiefers und enthält die untere Zahnreihe. Zu den zwei Hauptmuskelgruppen im Kopfbereich gehören die Kaumuskeln (Mm. masseter, temporalis, pterygoideus medialis et lateralis) und die mimische Gesichtsmuskulatur.

Letztere wird nach ihrer Lokalisation in verschiedene Gruppen unterteilt. Die okuläre Gruppe der Muskeln beinhaltet die Mm. orbicularis oculi, depressor supercilii und corrugator supercilii. Die nasale Muskelgruppe besteht aus den Mm. nasalis, procerus, levator labii superioris alaeque nasi und depressor septi nasi. Die orale Gruppe setzt sich unter anderem aus den Mm. orbicularis oris, buccinator sowie weiteren Muskeln mit Wirkung auf Lippen und Mund, zusammen. Die Zunge selbst zählt ebenfalls als wichtigster Muskel der Mundregion. Sie besteht aus intrinsischen und extrinsischen Muskelgruppen.

Zu den Organen des Kopfes zählen das Großhirn, der Hirnstamm, das Kleinhirn und die Sinnesorgane. Das Großhirn besteht aus zwei Gehirnhälften, der Hirnstamm aus Medulla oblongata, Pons und Mittelhirn. Das Kleinhirn sitzt dem Großhirn dorsokaudal auf. Sowohl das Gehirn als auch das Rückenmark sind von häutigen Strukturen umgeben, den Hirnhäuten (Meningen). Diese bestehen aus drei unterschiedlichen Schichten: der Dura, Arachnoidea und Pia mater. Im Bereich des Kopfes bildet die Dura mater Duplikaturen, die Trennwände zwischen anatomischen Strukturen, wie beispielsweise den beiden Großhirnhälften und zwischen Großhirn und Kleinhirn bilden. Außerdem befinden sich in den Duplikaturen der Dura mater die venösen Hirnleiter (Sinus durae matris). Zu den Sinnesorganen des Kopfes gehören Augen, Nase, Ohren und der Mund mit ihren zugehörigen Strukturen.


Hals

Der Hals setzt sich aus Haut, Faszien, Knochen, Muskeln, Organen, Gefäßen und Nerven zusammen. Das knöcherne Gerüst wird dabei von den sieben Halswirbeln (C1-C7), dem Zungenbein (Os hyoideum), dem Manubrium des Brustbeins und den beiden Schlüsselbeinen (Claviculae) gebildet. Zu den Halsmuskeln gehören das oberflächlich liegende Platysma, der tiefer liegende M. sternocleidomastoideus, die suprahyale und infrahyale Muskelgruppe und die prävertebralen und paravertebralen Muskeln.

Zu den prävertebralen Muskeln gehören die Mm. rectus capitis anterior, rectus capitis lateralis, longus capitis und longus colli. Die paravertebralen Muskeln umfassen die Mm. scalenus anterior, medius und posterior. Die Mm. levator scapulae und trapezius können ebenfalls als Teile der Halsregion betrachtet werden.

In der Halsregion befinden sich außerdem der Rachen (Pharynx), der Kehlkopf (Larynx), die Luftröhre (Trachea), die Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsen (Glandulae thyroidea et parathyroidea) und das Rückenmark (Medulla spinalis). Der Rachen kann in drei Teile unterteilt werden - Nasopharynx, Oropharynx und Laryngopharynx. Der Kehlkopf befindet sich unterhalb des Rachens, während die Luftröhre dahinter liegt. Die Luftröhre verbindet den Kehlkopf und den Rachen mit den Lungen. Die Schilddrüse befindet sich im ventralen Halsbereich, unterhalb des Kehlkopfes und vor der Luftröhre. Die vier winzigen Nebenschilddrüsen liegen auf ihrer Rückseite. Das Rückenmark befindet sich im Spinalkanal und erstreckt sich von der Medulla oblongata nach kaudal entlang des Verlaufs der Wirbelsäule.


Gefäß- und Nervenversorgung

Die Arterien der Kopf- und Halsregion sind vor allem die Halsschlagadern (Arteriae carotis interna et externa) und Vertebralarterien mit ihren Ästen. Weitere Arterien sind die Arteria thyroidea inferior, die Gefäße der Halswirbelsäule und die Arteria suprascapularis. Zu den Venen gehören die Vena jugularis externa, interna, anterior und ihre Nebenäste und außerdem die venösen Sinus durae matris. Die Nerven im Kopf- und Nackenbereich sind hauptsächlich die zwölf Hirnnervenpaare (CNI-CN XII) und der Plexus cervicalis mit ihren jeweiligen Ästen.


Klinischer Hinweis

Die Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) sind unverzichtbare Werkzeuge in der Diagnostik von Erkrankungen des Kopf- und Halsbereiches. Zu diesen gehören Traumata, Schwellungen, Blutungen und Tumore, aber auch einige andere. Bei den genannten bildgebenden Verfahren ist die Schnittbildanalyse der komplexen anatomischen Strukturen entscheidend. CT und MRT spielen eine sehr wichtige Rolle in der klinischen Praxis.

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