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Untere Extremität

Lower extremity 1

Die untere Extremität erstreckt sich von der Hüfte bis zu den Zehen. Dazu gehören die Oberschenkel, Knie, Unterschenkel und Knöchel. Das Studium der Schnittbildanatomie ermöglicht ein klares Verständnis des strukturellen Aufbaus dieser anatomischen Region. Es ermöglicht eine einzigartige Darstellung der Position, Größe, Form und Lagebeziehungen der Strukturen der unteren Extremität.

Anatomie der Hüfte und des Oberschenkels

Die Hüftregion verbindet das Achsenskelett mit der unteren Extremität. Es entsteht aus der gelenkigen Verbindung des Femurkopfes mit dem Acetabulum des Hüftknochens, welches aus der Verschmelzung von Os ilium, Os ischii und Os pubis gebildet wird. Als Oberschenkel bezeichnet man denjenigen Bereich der frei beweglichen unteren Extremität, der zwischen dem Hüft- und Kniegelenk liegt. Sein Skelettgerüst besteht ausschließlich aus dem Femurknochen.

Die Hüftmuskulatur besteht aus dem M. tensor fasciae latae, M. iliacus, M. iliopsoas, M. psoas minor, M. gluteus maximus, M. gluteus medius, M. gluteus minimus, M. piriformis, M. quadratus internus und den Mm. gemelli. Die Oberschenkelmuskeln sind in drei Kompartimente unterteilt. Das vordere Kompartiment beherbergt den M. sartorius und den großen M. quadriceps femoris, während das hintere Kompartiment den M. semitendinosus, den M. semimembranosus und den M. biceps femoris enthält. Das mediale Kompartiment besteht aus dem M. gracilis, dem M. pectineus, dem M. adductor longus, dem M. adductor brevis, dem M. adductor magnus und dem M. obturatorius externus.

Knie und Bein

Das Kniegelenk bildet eine gelenkige Verbindung zwischen Oberschenkel und Unterschenkel. Die Unterschenkelregion liegt zwischen den Knie- und Knöchelgelenken. Das knöcherne Gerüst des Unterschenkels besteht aus Tibia und Fibula. Der Unterschenkel selbst ist ebenfalls in drei Kompartimente unterteilt. Das vordere Kompartiment besteht aus dem M. tibialis anterior, M. extensor hallucis longus, M. extensor digitorum longus, sowie dem M. fibularis tertius. Das mediale Kompartiment wird vom M. fibularis longus und M. fibularis brevis gebildet. Das hintere Kompartiment umfasst den M. gastrocnemius, M. soleus, M. plantaris, M. flexor hallucis longus, M. flexor digitorum longus, M. tibialis posterior und M. popliteus

Knöchel und Fuß

Das Knöchel- und Fußskelett besteht aus den sieben Fußwurzelknochen (Talus, Calcaneus, Os naviculare, Os cuboideum und den lateralen, mittleren und medialen Ossa cuneiforme), den Mittelfußknochen (I-V) und den Phalangen. Jeder Zeh hat drei Phalangen (proximal, medial und distal), mit Ausnahme des großen Zehs, der nur zwei Phalangen besitzt.

Die Muskeln, die in einem Fuß- und Knöchelquerschnitt betrachtet werden können, sind der M. extensor digitorum brevis, der M. extensor hallucis brevis, der M. interosseus dorsalis, der M. interosseus plantaris, der M. flexor digitorum brevis, der M. quadratus plantae und die Mm. lumbricales. Andere Muskeln, die zum großen Zeh gehören, sind der M.flexor hallucis brevis, der M. abductor hallucis und der M. adductor hallucis, während die folgenden Muskeln zum kleinen Zeh ziehen: der M. abductor digiti minimi, der M. flexor digiti minimi und der M. opponens digiti minimi.

Gefäß- und Nervenversorgung

Die Blutversorgung der unteren Extremität erfolgt hauptsächlich durch Äste der Arteria femoralis. Die oberflächlichen Venen, die diesen Bereich drainieren, sind die Vena saphena magna und parva, während die tiefen Venen ihren Arterien entsprechend benannt werden. Die Nerven, die die untere Extremität versorgen sind Äste aus dem Lenden- und Kreuzgeflecht (Plexus lumbosacralis).

Klinischer Hinweis

Zur Beurteilung der unteren Extremität ist das Röntgen im Regelfall das bildgebende Verfahren der Wahl. Die computertomographische (CT) Angiographie hat sich als ideal für die Detektion von Gefäßverletzungen wie Dissektionen, Verschlüssen, Aneurysmen, Fisteln und fokalen Stenosen erwiesen. Auch die Magnetresonanztomographie (MRT) kann zur Untersuchung der großen Gelenke der unteren Extremität indiziert sein. Beide genannten bildgebenden Verfahren hängen von der Analyse der Schnittbildanatomie der Strukturen dieser Region ab und spielen in der klinischen Praxis eine entscheidende Rolle.

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