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Obere Extremität

Upper extremity 1

Die obere Extremität erstreckt sich vom Deltamuskel (M. deltoideus) bis hin zur Hand. Sie umfasst die Schulter, die Achsel, den Ober- und Unterarm sowie das Handgelenk. Ihre Anatomie lässt sich gut anhand von Bildern im Querschnitt erlernen. Anhand dieser sind die Position, Größe, Form und die Beziehungen einzelner anatomischer Strukturen zueinander gut erkennbar.

Schulter

Die Schulter bildet den am kranialsten gelegenen Anteil der oberen Extremität. Zu ihren knöchernen Strukturen gehören das Schulterblatt (Scapula), das Schlüsselbein (Clavicula) und der Humeruskopf. Prominente Muskeln in dieser Region sind die Mm. deltoideus, infraspinatus, pectoralis major und minor, subscapularis, coracobrachialis und latissimus dorsi.

Zu den weiteren Muskeln, die sich in in unmittelbarer Nähe zur Schulter befinden und daher auch auf deren Querschnitten zu sehen sind, zählen die Mm. teres major und minor omohyoideus, trapezius, subclavius sowie die Mm. Intercostales.

Oberarm

Der Oberarm ist der erste und der längste Teil der freien oberen Extremität und schließt sich direkt an die Schulter an. Das knöcherne Gerüst wird durch einen einzigen Knochen gebildet, den Humerus. Die Muskeln des Oberarms werden in ein anteriores (Flexoren) und in ein posteriores Kompartiment (Extensoren) unterteilt. Die Mm. biceps brachii, brachialis und coracobrachialis bilden die Flexorenloge. Zur Extensorenloge gehört nur ein Muskel, der M. triceps brachii.

Unterarm

Der Unterarm ist der zweite Teil der oberen Extremität. Seine knöchernen Bestandteile werden durch den Radius (Speiche) und die Ulna (Elle) gebildet. Die Muskeln des Unterarms werden ebenfalls in zwei Kompartimente unterteilt.

Im anterioren Kompartiment, der Flexorenloge, befinden sich die Mm. flexor carpi ulnaris und radialis, palmaris longus, pronator teres und quadratus, flexor digitorum superficialis und profundus sowie der M. flexor pollicis longus.

Zum posterioren Kompartiment und somit zur Extensorenloge gehören die Mm. brachioradialis, extensor carpi radialis longus und brevis, extensor digitorum, extensor digiti minimi, extensor carpi ulnaris, anconeus, supinator, abductor pollicis longus, extensor pollicis brevis und longus sowie der M. extensor indicis. Die Kompartimente werden weiterhin in oberflächliche und tiefe Muskellogen unterteilt.

Hand

Die Hand ist der am weitesten distal gelegene Teil der oberen Extremität. Ihr knöchernes Gerüst besteht aus acht Handwurzelknochen (Ossa scaphoideum, lunatum, triquetrum, pisiforme, trapezium, trapezoideum, capitatum und hamatum), aus fünf Mittelhandknochen (Ossa metacarpi I-V) und aus den Fingerknochen (Phalangen). Jeder der Fingerknochen besteht aus drei einzelnen Knochen, außer dem Daumen, der nur zwei Knochen besitzt.

Zu den intrinsischen Handmuskeln, die sowohl an den Knochen der Hand entspringen als auch inserieren, gehören die Mm. interossei, palmaris brevis, adductor pollicis, abductor pollicis brevis, flexor pollicis brevis, opponens pollicis und digiti minimi, abductor digiti minimi, flexor digiti minimi brevis sowie die Mm. lumbricales.

Neben diesen intrinsischen Handmuskeln setzen ebenfalls einige Unterarmmuskeln an den Knochen der Hand an. Dementsprechend sind auch sie in den Querschnittsbildern zu erkennen.

Gefäßversorgung und Innervation

In der oberen Extremität verlaufen folgende wichtige Arterien: die Aa. subclavia, axillaris, circumflexa humeri anterior und posterior, brachialis, radialis, ulnaris, die Arcus palmaris superficialis und profundus sowie die Aa. digitales palmares communes.

Oberflächliche Venen der oberen Extremität sind die Vv. axillaris, basilica, cephalica und mediana cubiti, während die tiefen Venen entlang der großen Arterien verlaufen und auch deren Namen tragen. Die Innervation der oberen Extremität erfolgt über die Nn. axillaris, musculocutaneus, radialis, ulnaris und über deren Äste.

Klinik

Bei Verdacht auf eine pathologische Veränderung wie einen Knochenbruch im Bereich der oberen Extremität ist das Röntgenbild die Bildgebung der Wahl. Zum Aufspüren von Gefäßverletzungen wie Dissektionen, Verschlüssen, Aneurysmen, Fisteln und fokalen Stenosen hat sich vor allem die CT-Angiographie etabliert. Eine MRT wird überwiegend dann angefordert, wenn es notwendig ist, die großen Gelenke wie das Ellenbogengelenk oder die Schulter genauer zu studieren. Da sowohl die CT als auch die MRT auf der Analyse von Querschnittsbildern beruhen, ist es enorm wichtig, ein fundiertes Wissen über die Knochen, Muskellogen und Leitungsbahnen der oberen Extremität zu haben.

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